Den Beginn meiner Serie zum Thema Algen und deren Bekämpfung im Aquarium machen die Pinselalgen.
Pinselalgen gehören zu den Rotalgen und sind neben den Bartalgen eine der hartnäckigsten Algenarten auf die ein Aquariener oder eine Aquarianerin stoßen kann.
Die Pinsel werden ca. 1 cm lang. Farblich reichen sie von dunkelgrün bis schwarz. Am häufigsten setzen sie sich auf sehr langsam wachsenden oder älteren Pflanzen fest. Sehr beliebte Nistplätze der Pinselalgen sind Echinodorus (Schwertpflanzen), Anubias und verschiedene Moose wie z. B. Javamoos.
Welche Umstände könnten zu einer Entstehung von Pinselalgen führen?
- Überfütterung im Aquarium
- Ein Teil des Wasser wird zu selten gewechselt
- Nährstoffüberschuss im Aquarium
- Falsche Dosierung eines Pflanzendüngers z.B. speziell der Eisendünger
- CO2-Mangel, z.B. durch überdimensionierten Filter und zu starker Oberflächenbewegung
- Veraltete Lampen bzw. plötzlicher Austausch der Lampen
Die elementare Frage: Wie werde ich Pinselalgen am besten wieder los?
Es hat sich gezeigt das sich Pinselalgen nicht durch chemische Algenmittel bekämpfen lassen bzw. es sich nur für kurze Zeit bessert. Der Grund hierfür liegt darin, dass hier nicht die Ursache bekämpft wird sondern nur die Alge an sich.
Mein persönlicher Schlachtplan gegen Pinselalgen
Im ersten Schritt sollten sämtliche befallene Blätter und Gegestände aus dem Aquarium entfernt werden. Wurzeln und Steine würde ich einem Topf sofern sie nicht zu groß sind auskochen.
Um dem Nährstoffüberschuss und Überschuss an Nitrat und Phosphat entgegen zu wirken, helfen häufige Teilwasserwechse. Auch die Menge des zu wechselnden Wassers sollte angehoben werden, evtl. auch Nitrat- und Phospat reduzierende Filtermaterialien in den Filter einbringen.
Wichtig ist auch, je nach aktuellem Besatz, darüber nachzudenken den Fischbesatz zu verringern und darauf zu achten weniger zu füttern z.B. auch einmal in der Woche nicht zu füttern.
Einen CO2-Mangel können wir beheben, indem man eine CO2-Düngung installiert. Dieses muss aber nicht gleich die teuerste Variante sein, es reicht auch eine Bio-CO2-Anlage, besonders bei kleinen Aquarien. Nachteil hierbei ist, man kann die CO2-Menge leider nicht steuern. Ich selber habe auch eine solche Bio-CO2-Anlage und muss sagen, dass ich bisher eine Probleme mit zu viel CO2 im Aquarium hatte.
Zu guter Letzt sollten veraltete Leuchtmittel getauscht werden. Solltet Ihr bisher ein bläuliches Spektrum verwenden, empfehle ich dieses gegen ein rötliches Spektrum auszutauschen.
Wenn Ihr noch weitere Methoden kennt um den Pinselalgen den gar auszumachen würde ich mich sehr über eure Kommentare im unteren Teil freuen!



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